Jubiläums Radtour der Tischtennis Radler

Jubiläumstour, die Radler der TT-Abteilung waren unterwegs


Radtourenexperte Friedhelm Ambacher plante zum 10jährigen, auf dem „Fünf-Flüsse-Radweg“ eine vier Tagestour. Neben den Flüssen: Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl, erlebten wir faszinierende Abschnitte des Main-Donau und Ludwig-Donau-Main-Kanals. Der Radweg führte uns durch die abwechslungsreiche Landschaft des Bayrischen Jura und der Frankenalb. Wir genossen die Naturparks „Fränkische Schweiz“, „Feldensteiner Forst“, „Hirschwald“ und „Altmühltal“. Schon jetzt sollten die, welche sich entschlossen hatten nicht mit zu fahren, etwas neidisch auf uns sein. Am 06.07.2012, pünktlich um 10.00 Uhr, stiegen wir bei Lauf (an der Pegnitz) in den Radweg ein. Entlang der Pegnitz, dann der Vils ging es über Hersbruck, Weigendorf, Etzelwang, Neukirchen, Sulzbach-Rosenberg und Amberg nach Kümmersbrück, zu unserer ersten Übernachtungsstätte. Bemerkenswert auf dieser Etappe, sicherlich unser Halt in Oed nach ca. 2 ½ Stunden. Ein seelenarmer Ort mit einer Gaststätte (Traube) incl. Metzgerei. Dafür war das Essen umfangreich, gut und vor allen Dingen billig; Schweinebraten mit Knödel und Salat 6,90 Euro. Auch das Bier müssen die irgendwie billiger eingekauft haben. Eigentlich waren am ersten Tag ca. 60 km geplant, es wurden 66, ein Phänomen, das uns noch zwei weitere Tage in Atem hielt. Wenn man sich auf eines verlassen konnte, dann dies, 8.00 Uhr Frühstück, 9.00 Uhr Abfahrt.


Die zweite Etappe führte der Vils entlang über Ensdorf, Rieden, Schmidmühlen nach Kallmünz, wo die Vils in die Naab einfließt. Sie wurde zum weiteren Wegbegleiter und leitete uns nach
Regensburg. Ein kurzer Streifzug durch die Welterbe-Stadt zeigte uns, dass zukünftig ein längeres Verweilen durchaus sinnvoll und mit eingeplant werden sollte. Der Donau entlang ging es, vorbei am Kurort Bad Abbach, bis zur Wittelbacherstadt Kelheim mit seiner berühmten Befreiungshalle König Ludwigs I; unserem zweites Etappenziel. Nach 99 km wollten wir uns eigentlich ein kühles Nass gönnen, aber da war ja noch das, was sich keiner erklären konnte, das Phänomen oder was auch sonst, schlug wieder zu, 105 km, Ziel erreicht! Zur Übernachtung besuchte uns TT-Kollege Roland Dold nebst Frau. Selbst bei der Abfahrt zur dritten Etappe, zeigte er seine Präsenz. Eine sehr schöne Geste unseren Sportkameraden. Von Kelheim führte uns der Radweg hinein in das Altmühltal nach Essing (Felswände des Weißen Jura); hoch oben die Burgruine Randek. Im weiteren Verlauf kamen wir auf Höhe der Weihermühle am „Tatzelwurm“ vorbei. Hier handelt es sich um eine architektonisch einmalige, wellenförmig geschwungene Holzbrücke (die wohl längste Holzbrücke Europas). Entlang des ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanals, vorbei an der auf einem Felssockel thronenden Burg-Prunn (eine der Best erhaltenen Ritterburgen Bayerns) erreichten wir Riedenburg; als Perle des Altmühltals bekannt. Weitere Stationen wie Dietfurt, Beilngries, Berching, Erasbach, und Freystadt ließen wir hinter uns, ehe wir in der Altstadt von Neumarkt (Oberpfalz, ca. 41.000 Einwohner) ankamen. Auch dieser Tag war sehr anstrengend, aus den geplanten 92 km wurden satte 102 km. Ein schöner Abend, eine geruhsame Nacht, ein perfektes Frühstück und weiter ging es auf die Schlussetappe. Über Berg, Burgthann, Röthenbach, Langwasser und Nürnberg, kamen wir nach ca. 64 km an unseren Ausgangspunkt, Lauf, zurück.


Auf der Gesamtstrecke von 337 km wurden 1.700 Höhenmeter zurückgelegt; die Gesamtfahrzeit ca. 29 Std; Durchschnittsgeschwindigkeit 19 km/h; maximale Geschwindigkeit ca. 55 km/h. Der Ludwig-Main-Donau-Kanal (1846 eingeweiht) hat eine Länge von 157 km (Neumarkt-Nürnberg). Auf der gesamten Strecke gibt es 100 Staustufen; 30 davon haben wir auf unserer Teilstrecke von 40 km abgefahren. Mit dabei waren: Friedhelm Ambacher, Thomas Krauss, Steffen Augustin, Johannes Ollmann, Ulli, Jürgen Friedrich, Jürgen Reichert und Hermann Bing. Ein besonderer Dank geht an unseren Wegbegleiter Hermann und an unseren Tourenführer Friedhelm. Insgesamt gesehen eine sehr schöne Tour ohne Stürze aber mit den üblichen Wehwehchen. Freuen wir uns auf ein Neues, die 11. Radtour.

 

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